Willkommen beim Kreisausschuss Hof des Bayer. Beamtenbundes
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Was Chirurgen brauchen – Firmenbesuch bei SERAG-WIESSNER
 

Immer wieder ermöglicht der Vorsitzende des Kreisausschusses Hof im Bayerischen Beamtenbund,Karl-Heinz Marko, den Einblick in meist unbekannte Perlen der hochfränkischen Wirtschaft.
Diesmal stand die Firma SERAG-WIESSNER in Naila auf dem Programm und gut zwei Dutzend Interessierte folgten der Einladung.

Stefan Pfeiffer, einer der geschäftsführenden Gesellschafter, begrüßte die Besuchergruppe und ließ es sich nicht nehmen, die Betriebsführung persönlich zu übernehmen. 

Die Firma kann auf eine fast 150jährige Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1866 von Carl Wiessner in Berlin gegründet. Durch den Krieg wich der Betrieb nach Prag aus und kam dann nach Culmitz. Seit 1950 ist der Firmensitz in Naila. 1957 übernahm die Familie Pfeiffer den Betrieb den sie bis heute führt.

Die etwa zweihundert angelernten Mitarbeiter, vorwiegend aus Textil
oder Gesundheitsberufen,
produzieren chirurgisches Nahtmaterial, Implantate, Netze (die bei der Operation von Leistenbrüchen verwendet werden)
und verschiedenartige Lösungen, z.B. Kochsalz- oder Infusionslösungen. Den Löwenanteil des Umsatzes stellt jedoch das Nahtmaterial mit ca. 80 Prozent dar. Hauptabnehmer der Produkte sind deutsche Krankenhäuser. 

Die Produktion dieses medizinischen Materials findet größtenteils in Reinräumen statt. Von einem Umgang können die Besucher jedoch zusehen, wie die z.B. Chirurgennadeln mit den entsprechenden Fäden (je nach Verwendungszweck) verbunden werden. Bis auf Spezialfälle werden diese Arbeiten von Automaten erledigt. Die Fäden bestehen aus  Kunststoffen mit unterschiedlichen Eigenschaften: fein, dicker, verzwirnt, löst sich auf oder hält unbegrenzt. Fäden aus Tierdärmen werden heute nicht mehr verwendet. Die Nadeln aus Edelstahl sind Spezialanfertigungen und kommen überwiegend aus Japan. Mehr als 3000 Nadel-Faden-Kombinationen hat SERAG-WIESSNER im Angebot.

Trotz der Reinraumproduktion muss das Nahtmaterial vor dem Versand noch einmal sterilisiert werden. Dies geschieht – zum Erstaunen der Besucher – nach der ersten Folienverpackung. Diese Folie ist durchlässig für das Sterilisationsgas, aber undurchlässig für Keime und andere Verunreinigungen. 

Die Halle zur Produktion der Lösungen erinnerte manche Besucher an eine Brauerei. In Kesseln mit bis zu 3000 l Fassungsvermögen werden die Lösungen produziert und dann mittels einer Abfüllanlage in die verschiedenartigen Gefäße abgefüllt. Die Fa. Serag-Wiessner hat sich jedoch aufgrund der Konkurrenz von großen Wettbewerbern zunehmend auf Sonderanfertigungen von kleinere Mengen spezialisiert.

Zum Ende des Rundganges konnte noch der Laborbereich besichtigt werden. Hier werden von jeder eingehenden Materiallieferung und von jedem Fertigprodukt regelmäßig Stichproben entnommen und untersucht. Die Firma ist auch Ausbildungsbetrieb für Industriekaufleute und Chemielaboranten. 

Nach der  Führung und einer Fragerunde bedankte sich Vorsitzender Marko bei Herrn Pfeiffer für den sehr interessanten Nachmittag mit einer guten Flasche Frankenwein.

 

Besuchergruppe mit Vorsitzendem Marko (vorne links) und Stefan Pfeifer (vierter von rechts)
    

 

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